Bei Zusammenprall zwei Rippen angebrochen! Bericht GN

Verletzungspech bleibt Vorwärts treu – Für Torhüterin Michelle Helmer ist die Handballsaison wohl gelaufen (Foto Wohlrab)

Michelle

 

fh NORDHORN. Bei den Handballerinnen von Vorwärts Nordhorn nimmt die Serie schwerer Verletzungen kein Ende: Am vergangenen Sonntag im Landesligaspiel des Tabellenzweiten bei der HSG Osnabrück (31:21) erwischte es Michelle Helmer. Wie Abteilungsleiter Manfred Heck gestern mitteilte, hat sich die Torhüterin zwei Rippen angebrochen. „Damit ist die Saison für sie aller Voraussicht nach beendet“, sagte Heck und fügte deprimiert hinzu: „Das fügt sich nahtlos ein in unsere Situation.“ Helmer war nach der Pause für Gitta Voet zwischen die Pfosten gewechselt und prallte später mit einer Gegenspielerin zusammen. Die Osnabrückerin lief einen Konter, hechtete in den Kreis und stieß mit der Vorwärts-Keeperin zusammen, die sich ein paar Schritte vorbewegt hatte – eine Szene, wie sie in fast jedem Handballspiel vorkommt. Diesmal allerdings mit gravierenden Auswirkungen. Helmer blieb unter Schmerzen liegen und kam in Begleitung ihrer Eltern, die die Mannschaft zum Auswärtsspiel begleitet hatten, in ein Osnabrücker Krankenhaus. „Dort wurde sie geröntgt und ein MRT gemacht“, berichtete Heck. Nachdem die Torhüterin behandelt worden war, konnte sie die Klinik verlassen und wird derzeit daheim versorgt.

Für Helmer kehrte beim Spiel in Osnabrück Gitta Voet ins Tor zurück, die nun in den letzten vier Saisonspielen vermutlich auf sich allein gestellt ist. Und da auch sie in dieser Saison wegen Rückenproblemen bereits eine längere Pause einlegen musste, ist Heck besorgt: „Hoffentlich hält sie durch.“ Am kommenden Wochenende können sich die Nordhornerinnen vor dem Saisonendspurt noch einmal verpusten. Sie sind spielfrei, in der Landesliga der Frauen steht nur das Nachholspiel zwischen dem Grafschafter Rivalen SG Neuenhaus-Uelsen und Schwarz-Weiß Osterfeine an (Sbd., 17 Uhr, Uelsen). Eine Woche später ist Osterfeine dann in Nordhorn zu Gast. Da Tabellenführer SG Friedrichsfehn/Petersfehn einen komfortablen Vorsprung von fünf Punkten hat, ist die Meisterschaft für Vorwärts gelaufen. Der Vizemeister kann allerdings über die Relegation noch den Sprung in die Oberliga schaffen. Das ist für die Nordhornerin ohnehin ein begrenzter Anreiz; unter den aktuellen Voraussetzungen lautet das Ziel für Heck: „Wir haben noch vier Spiele und die wollen wir sauber über die Bühne bringen.