Vereinsfahrt 2011 nach Montivilliers

Der absoluten Höhepunkt der vergangenen Sommersaison 2011 bestand aus meiner Sicht in unserem Besuch bei unseren Freunden in Montivilliers. Es ist einfach unglaublich, mit welcher Herzlichkeit und mit welchem Engagement wir dort wieder empfangen und betreut wurden.
 
Es wird ein unvergessliches Erlebnis in unserer Erinnerung bleiben. Ein besonderer Anreiz bestand darin, die Fahrt von ca. 860 km zu unseren Freunden wie vor 6 Jahren mit den Fahrrädern in 5 Etappen zu schaffen. Wir hatten die Hoffnung, den Weg mittels Navi leichter zu finden und vielleicht etwas günstigere Windverhältnisse vorzufinden. Kurz: Die erste Hoffnung wurde erfüllt, die zweite nicht! Doch nun im Einzelnen: Es fanden sich mit Andreas Feldmann, Dirk Busmann, Guido Büssis, Rüdiger Würth, Uwe Rakers und Michael Linnemann sechs Kameraden, die das Abenteuer wagen wollten. Hermann Hamel konnte aus beruflichen Gründen leider nur zwei Tage mitfahren. Er sollte dann mit der zweiten Gruppe am Mittwoch mit unseren Frauen Gerda, Gudrun, Gerlinde sowie Jürgen Rusch und Rainer Peuyn im Bulli folgen. Die Strecke wurde aus mehrere Gründen durch das südliche Belgien geplant. Einerseits versprach diese Streckenführung das landschaftlich reizvollerer und aufgrund von Eifel und Ardennen sportlich anspruchsvollere Profil. Diese Einschätzung bestätigte sich voll, die Landschaft als auch die Straßenverhältnisse waren phantastisch, wir schafften die 860 km im Gegensatz zu 2005 sogar ohne einen einzigen Platten. Andererseits hatte Guido, unser Präsident, einen wichtigen Auswärtstermin am Abfahrtswochenende in Düsseldorf. Um diesen wichtigen Termin nicht platzen zu lassen, haben wir ihn kurzerhand mit dem Fahrrad in Düsseldorf abgeholt was unserer Streckenführung zudem noch entgegenkam. Der erste Tag begann mit einem kräftigen, gemeinsamen Frühstück in unserem Vereinslokal „Inside“, gesponsert von Familie Müller, wofür wir überaus dankbar sind. Anschließend folgte die Verabschiedung durch unseren Bürgermeister, Herrn Hüsemann und Herrn Forke, den Vorsitzenden des Partnerschaftskommites sowie Presse und Lokalfunk. Es fanden sich viele Vereinsmitglieder zur Verabschiedung ein. Ein größerer Trupp Rennradfahrer begleitete uns auf den ersten Kilometern. Besonderen Dank verdienten sich hier Ditmar Feldmann, der Bruder von Andreas, der uns den Begleitbulli die ersten 100 km fuhr und dann allein mit dem Mountainbike zurück radelte, als auch Stefan Slagelambers und Thorsten Müller, die uns mit dem Rad ca. 120 km begleiteten und uns so erhebliche Arbeit an der Spitze der Gruppe bei heftigem Gegenwind abnahmen. Nach Überquerung des Rheins bei Orsoy per Fähre kamen wir abends nach 180 flachen, aber gegenwindreichen Kilometern in einem kleinen Hotel, direkt am Ufer des Rheins in Düsseldorf an. Abendessen gab's auf einem Restaurantboot auf dem Fluss mit TV-Genuss des Championsleague-Finales Barca gegen ManU. Der zweite Tag sollte die Königsetappe werden. Nach flachem, aber wieder sehr windigem Beginn galt es ab Düren die Berge der Eifel zu erklimmen und dann die Ardennen zu durchqueren. In der zweiten Tageshälfte blies der heftige Gegenwind endlich die Wolken fort und die Fahrt durch die reizvolle, bergige, mit Burgen versetzte Landschaft wurde zum Genuss. Nach mehr als 2200 Höhenmetern und 180 km erreichten wir unser romantisches Hotel in Hotton / Belgien. Am nächsten Morgen begrüßte uns die strahlende Sonne und die Fahrt wurde durch die herrliche Landschaft der Ardennen fortgesetzt. Zahlreiche Schauplätze der historischen Schlachten des ersten Weltkriegs ließen einen an die schrecklichen Grauen der Zeit gedenken. Noch einmal mussten 1800 HM und 180 km bis zum Etappenziel nach Aisonville zurückgelegt werden. Alle Beteiligten kamen auf ihre Kosten, da jeder gemäß seiner Lust und Leistungsvermögen fahren konnte, denn im Begleitbulli war immer ein Platz frei. Wir verbrachten die Nacht in einem rustikalen, umgebauten Gutshof nach einem festlichen Mahl und einem stimmungsvollen Abendspaziergang zum benachbarten Schloss. Der vierte Tag führte über 176km und 2200HM über Amiens nach Forges. In Amiens folgte eine ausgedehnte Mittagspause mit Besichtigung der prächtigen Kathedrale, eines der größten Bauwerke der Gotik. Wir übernachteten in einem kleinen typisch französischem Landgasthof Die fünfte Etappe sollte nicht mehr so schwer werden, da der Empfang in Montivilliers folgte. Also standen noch einmal 120km und 1200 Hm an. Die Strecke verlief wunderschön am Ufer der Seine. In Tancarville wurde Mittagsrast gehalten und wir trafen uns dort mit unseren französischen Freunden und der Gruppe, die mit dem Bulli nachgekommen waren. Nach einem abenteuerlichen Mittagessen wurden wir im Rathaus von Montivilliers auf's herzlichste empfangen. Die folgenden Tage in Montivilliers waren einfach traumhaft, doch das ist eine andere Geschichte..... Michael Linnemann
 
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